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FFP2 versus OP-Maske

Welche Variante bietet mehr Schutz? Eine Gegenüberstellung von FFP2 und OP Masken.

Frau trägt FFP2
FFP2-Maske

Mehere Menschen mit Masken
OP- Masken

N95-Atemschutzmasken, die in Deutschland mit FFP2-Masken vergleichbar sind, haben in einer randomisierten Studie das medizinische Personal nur unwesentlich besser vor COVID-19 ge­schützt als einfache OP-Masken. Forscher hatten bisher vermutet, dass konventionelle OP-Masken weniger wirksam vor einer COVID-19-Infektion schützen als N95-Atemschutzmasken. Eine randomisierte Studie der McMaster University in Hamilton in Ontario unter mehr als 1.000 Beschäftigten des Gesundheitswesens konnte dies jedoch nicht bestätigen.

Insgesamt beteiligten sich an der Studie 1.009 Personen aus 29 stationären Einrichtungen – darunter in Kanada, Israel, Pakistan und Ägypten – , von denen jeweils die Hälfte auf der Arbeit eine N95­-Atemschutzmaske und die andere Hälfte eine chirurgische Maske trug.

Die Teilnehmer wurden nach dem Zufallsprinzip ermittelt und mussten zehn Wochen lang ihre zugewiesene Maske tragen. Die Akzeptanz war unterschied­lich: 80,7 Prozent gaben später an, die N95-Atemschutzmaske „immer“ getragen zu haben. Bei den chirurgischen Masken war die Adhä­renz mit 91,2 Prozent höher. Entscheidend im Ergebnis war die Zahl der durch einen PCR-Test bestätigten COVID-19-Erkrankungen. In der Gruppe mit chirurgischer Maske trat demnach eine Infektion bei 52 von 497 (10,5 Prozent) Personen auf – gegenüber 47 von 507 (9,3 Prozent) Personen in der Gruppe mit N95-Atemschutzmaske.

Allerdings waren die Ergebnisse je nach Land unterschiedlich: In Kanada erkrankten 6,1 Prozent Träger der chirurgischen Masken gegenüber 2,2 Prozent der Träger einer N95-Atemschutzmaske. In Israel erkrankten 35,3 Prozent der Träger einer chirurgischen Maske gegenüber 23,5 Prozent der Träger einer N95-Atemschutzmaske. In Pakistan erkrankten 3,3 Prozent der Träger einer chirurgischen Maske gegenüber 2,1 Prozent der Träger einer N95-Atemschutzmaske. Und in Ägypten erkrankten 13,6 Prozent der Träger einer chirurgischen Maske gegenüber 14,6 Prozent der Träger einer N95-Atemschutzmaske.

Worauf die Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern beruhen, ist unklar. Laut den Autoren könnte dies auf Unterschiede in der Verwendung von Impfstoffen, der Anzahl der Personen mit früheren Infektionen und der Art der in den Studienländern zirkulierenden COVID-Variante zurückzuführen sein. So wurde die Studie in Kanada zu Beginn der Pandemie durchgeführt – und Ägypten war das einzige Land, das den Nutzen der Gesichtsmasken während der Omikronwelle untersuchte.


Persönliche Anmerkung:

Ich würde selbstverständlich weiterhin empfehlen, bei der Arbeit mit positiven COVID-Patienten FFP2-Masken zu tragen.

Jedoch wäre es sicherlich eine große Erleichterung für das med. Personal, wenn ansonsten OP- Masken (mindestens von Typ IIR) getragen werden könnten.

Die Coronaschutzverordnung steht noch vor der Veränderung.


Mark Loeb, Amy Bartholomew, Madiha Hashmi, et al. Medical Masks Versus N95 Respirators for Preventing COVID-19 Among Health Care Workers: A Randomized Trial. Ann Intern Med.